Die Lösung

Die Lage des neuen Aareüberganges ist bedeutungsvoll. Sie muss vorausschauend und unter Würdigung der eingangs geschilderten Fakten evaluiert werden.


Zudem verlangt die Lage der Hauptstrassen 1 und 5 zur nahen Autobahn nach einer Prüfung, inwieweit eine direkte Verbindung dieser drei Ost-West-Achsen Verkehrsbewegungen rationell aufnehmen kann.


Hier finden Sie die Skizze der Streckenführung und den Beschrieb des Projektes Travers8. Sie dienen dazu, die Diskussion über die zukünftige Verkehrsituation im Einzugsgebiet des Autobahnanschlusses Egerkingen zu lancieren.

DIAC AG

Konzept Travers8*

* Die Travers8 verbindet acht ostwestorientierte Strassen


Zusammenfassung

Der neue Autobahnanschluss mit Untergrundkreisel unter dem Areal der Autobahnraststätte Gunzgen Nord und der neue Aareübergang zwischen Rothrist und Murgenthal bilden die Kernstücke des Projektes Travers8. In Kombination mit der Verbindung der Hauptstrasse 1 mit der Hauptstrasse 5 und sechs dazwischenliegenden ostwestorientierten Strassen löst dieses Projekt mit einem Schlag verschiedene Aufgaben, die zukünftig zwingend gelöst werden müssen.


Ausgangslage

Das Gebiet Egerkingen - Härkingen ist regional und schweizweit verkehrstechnisch wichtig. Der Verkehr kämpft sich durch die Dörfer zum Autobahnanschluss Egerkingen oder, vor allem im Fall der Überlastung, davon weg. Gelegen zwischen Jurasüdfuss, Aare und westlichem Bornausläufer hat der Autobahnanschluss Egerkingen seine Aufgabe 50 Jahre lang gut erfüllt. Doch durch die Entwicklung der Bevölkerung, der Wirtschaft und der Vernetzung der umliegenden Gebiete müssen jetzt die richtigen Entscheidungen für die nächsten 50 Jahre getroffen werden.


Streckenbeschreibung

Vom bestehenden Kreisel 1 an der Hauptstrasse 5 in Egerkingen geht es über die bestehenden Autobahnbrücken am geschlossenen Autobahnanschluss Egerkingen vorbei zum neuen Kreisel 2. Der Verkehr der Einkaufszentren Egerkingen und der Industrien von Egerkingen, Neuendorf, Oberbuchsiten und Niederbuchsiten werden hier angebunden.


Es geht weiter über die neue Bahnüberführung durch die Industrie von Härkingen zum Kreisel 3. Nebst der verkehrstechnisch einfacheren Anbindung der Industrie von Härkingen und Gunzgen erhalten vor allem die beiden Postzentren mit hohem Verkehrsaufkommen eine optimale Anbindung an die Autobahn.


Der Kreisel 4 an der Mittelgäustrasse zwischen Härkingen und Gunzgen erleichtert die Erreichbarkeit der Autobahn für die östlich und westlich gelegenen Ortschaften an der Mittelgäustrasse.


Durch einen im Tagbau erstellten kurzen Tunnel führt die Strasse unter das Areal der Raststätte Eurorest zum grossen Untergrundkreisel. Dieser Kreisel 5 verbindet die neuen Autobahnein- und ausfahrten an der A1 mit der Travers8.


Die Autobahn liegt an dieser Stelle ca. 8 Meter höher als das gewachsene Terrain auf der Südseite. Die Strasse führt damit offen weiter Richtung Süden und kreuzt die Verbindung Härkingen – Boningen. Der Verkehr der Kieswerke und Deponien in Härkingen und Gunzgen sowie die verschiedenen Baustoffwerke auf dem Areal Gunzgen erhalten mit dem Kreisel 6 eine optimale Anbindung an die Hauptstrassen 1 und 5 und die Autobahnen A1 und A2.


Die Streckenführung führt weiter über Gebiete mit beendetem Kiesabbau an die Aaregäustrasse zum Kreisel 7. Die Ortschaften Boningen, Fulenbach und Wolfwil mit ihren Industrien erhalten einerseits einen günstig zu erreichenden Autobahnanschluss und einen schwerverkehrstauglichen Aareübergang. Das Nadelöhr Aarebrücke Fulenbach-Murgenthal ist Geschichte und der Engpass Aarebrücke Aarburg wird entlastet.


Fazit

Diese neue Streckenführung zusammen mit den Kunstbauten wirkt ‚entspannend‘ für folgende aktuellen und zukünftigen Aufgabenstellungen:

  • Der Ausbau des Autobahnanschlusses Egerkingen entfällt. Der neue Untergrundkreisel kann gebaut und der Autobahnanschluss Egerkingen anschliessend geschlossen und rückgebaut werden.
  • Egerkingen wird vom Lärm des Autobahnanschlusses entlastet. Das Land dafür kann besiedelt werden.
  • Sollte sich die Möglichkeit ergeben, die neue Entlastungsstrasse Olten an die Industriestrasse Gunzgen anzuschliessen, kann Kappel und Gunzgen entlastet werden

Vorteile:

  • Der Autobahnanschluss ist am verkehrsreichen A1/A2-Abschnitt.
  • Der neue Aareübergang hat einen direkten Autobahnanschluss.
  • Es wird praktisch kein bewohntes Siedlungsgebiet tangiert.
  • Durch den neuen Autobahnanschluss wird der Verkehr der umliegenden Dörfer direkt auf die Autobahn geführt und kumuliert sich bei Verkehrsüberlastung nicht in bewohntem Gebiet.
  • Im Störungsfall wird der Verkehr von der Autobahn optimal auf die verschiedenen Ostwestachsen verteilt statt sich wie jetzt zuerst durch einzelne Dörfer zu quälen.
  • Der dringend notwendige neue Aareübergang kann auf der Südseite der Aare an vielen Stellen einfach an die Hauptstrasse 1 angebunden werden. Doch erst die nordseitige Anbindung an die Travers8 bringt den maximalen Nutzen.

Nachteile

  • Höhere Kosten von redundant vorhandenen Kunstbauten (Autobahnanschluss, Bahnübergang).
  • Verlust von Kulturland.
  • Im Abschnitt 2 (zwischen Kreisel 2 und 3) wird bestehende Industrie stark tangiert. Der optimierte Anschluss an die Autobahn hebt die negativen Auswirkungen für die betroffenen Firmen jedoch auf.

Ausblick

  • Das Areal des aktuellen ostseitigen Autobahnanschlusses Egerkingen muss sichergestellt werden. Wenn die Brücken über die Autobahn in Egerkingen saniert werden müssen ist zu prüfen, ob ein Kreisel an der Hauptstrasse 5 auf der Ostseite der Autobahn A2 sinnvoll sein könnte. Damit könnte der Verkehr um das das Dorf Egerkingen herum zur Autobahn, Einkaufszentren und Industrie geführt werden.
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